Ich wollte unsere Haustür fernsteuerbar machen, ohne dafür Amazon, Nuki oder sonst einem Anbieter Einblick in unser Zuhause zu geben. Kein Cloud-Log, das genau festhält, wann wer kommt und geht, keine Abhängigkeit von einer App mit kostenpflichtigem Abo oder die irgendwann eingestellt wird. Also habe ich mir meinen eigenen Türöffner gebaut und einen Butler engagiert, der ihn bedient.

Der Name ist eine Anlehnung an meinen Lieblingsbutler, Thomas Barrow, dem ebenso loyalen wie durchtriebenen Butler aus Downton Abbey. Aus Butler + Bot wird Botler und der öffnet die Tür, wann immer man ihn darum bittet.

So funktioniert’s

Barrow lebt als Telegram-Bot. Schreibt jemand aus dem Haushalt dem Bot eine Nachricht, prüft der Arduino, ob die Telegram-User-ID auf der Allowlist steht und schaltet danach kurz ein Relais, das direkt an die vorhandene Gegensprechanlage angeschlossen ist. Für die Klingelanlage unten am Haus fühlt sich das exakt so an, als würde jemand von innen auf den Türöffner drücken, nur eben ferngesteuert per Chat.

Nur wer explizit freigeschaltet ist, kann die Tür überhaupt öffnen. Es gibt keine dauerhafte Protokollierung, keinen Konzern, der mitliest, wie oft die Tür am Tag aufgeht und keine Cloud, die irgendwann gehackt, abgeschaltet oder verkauft werden könnte.

Technische Details

Das Herzstück ist ein Arduino Mega, der über ein Ethernet-Shield kabelgebunden mit dem Internet verbunden ist und darüber die Telegram Bot API abfragt. Sobald eine Nachricht eines bekannten Nutzers reinkommt, schaltet der Mega ein Relais, das parallel zum Taster der Gegensprechanlage verkabelt ist, und löst den Türöffner für einen kurzen Moment aus, danach schaltet es sich automatisch wieder ab.